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Die Keyboardseite Von Keyboarder für Keyboarder
Das Keyboard – oder Tasteninstrument – ist das einzige Musikinstrument auf der Welt,mit dem man alle anderen Instrumente simulieren kann!! Bleibt also die Frage,warum jemand ein anderes Instrument erlernen möchte als das Keyboard.Ist es Ehrfurcht oder doch einfach nur Unfähigkeit.Dieses zu ergründen wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben.
Warum gibt es trotzdem Bands,die das Keyboard gar nicht oder nur sporadisch einsetzen?
Eigentlich nicht nachvollziehbar! Sitzt da die Angst im Nacken vielleicht den Job als Mitmusiker zu verlieren? Oder macht man als Band Musik,die für Keyboarder einfach unattraktiv ist.Einfache Heavy-Metal oder Punk-Songs sind nicht gerade ausfüllend für Musikvirtuosen. Vielleicht besteht ja auch ein Ego-Problem innerhalb der Band.Mit einem Keyboarder in der Band muß sich der Gitarrist die Soli teilen.Das will kein Gitarrist. Dabei hat doch eine Band wesentlich mehr Möglichkeiten,wenn sie ein Keyboard einsetzt.Den Melodiebögen sind keine Grenzen gesetzt,Bombastklänge im Hohner-und Bontempi-Gewand sind an der Tagesordnung.Selbst Orgel und Piano gehören zum Repertoire.
Auf der Bühne erfüllt der Keyboarder u.a.den Zweck,bei Gitarren-Endlossoli Löcher zu stopfen .Da Keyboarder aber meistens auf der Bühne unsichtbar sind,entsteht bei vielen Bands der Eindruck ,das Keyboard wird vom Band eingespielt. Darauf sollte sich der Keyboarder nie einlassen.Man sollte möglichst in vorderster Front stehen,damit dieses unglaubliche Gerücht keine Nahrung mehr erhält.
Keyboarder sind aber trotz ihrer Möglichkeiten Mannschaftsspieler geblieben! Wie sonst ist es zu erklären, daß wir Studioaufnahmen mit der kompletten Band aufnehmen. Es ist ein Freundschaftsdienst, so können unsere Freunde auch an der einzigartigen Studioatmosphäre teilhaben. Aufgrund dieser unglaublichen Kompromißbereitschaft müssen wir auch mal bei einigen Dingen nachsichtig sein.
Kompromißbereitschaft hat natürlich auch seinen Preis.Der Keyboarder hat es zusammen mit dem Gitarristen im Studio am schwersten .Da die Rhythmus-Sektion immer zuerst eingespielt wird,haben wir dann die Aufgabe diverse Rhythmus-Schwankungen auszugleichen.Nicht immer ganz einfach.
Was mir allerdings immer wieder die Zornesröte ins Gesicht treibt ist folgendes:
Unser Instrument wird immer viel zu leise abgemischt !!
Auf der Bühne ist es noch wesentlich schlimmer als auf Tonträger. Während Sänger,Gitarristen,Bassisten und Schlagzeuger fast schon auf Knien vom Mixer angefleht werden,ob sie denn noch eine Extra-Monitorbox für sich haben wollen,wird der Keyboarder stiefmütterlich behandelt. Am Ende müssen wir froh sein,die gespielten Songs überhaupt ansatzweise zu erkennen. Der Sound für das Publikum ist genauso übel.
Warum werden wir von den sogenannten Mixern so behandelt?
Der Mixer an sich übt neben seiner Hauptbeschäftigung auch noch eine Hobby aus.Er macht Musik. Genau da liegt das Problem.Da ich eigentlich keinen Mixer kenne der Keyboard spielt, liegt das Problem für uns auf der Hand.Der Mixer konzentriert sich mehr auf Gitarre oder irgendwelche Rhythmusinstrumente. Dadurch verkümmert ein Melodie-und Soloinstrument zu unhörbarem Beiwerk.
Ein bodenloser Skandal!!
Im Studio taucht noch ein anderes Phänomen auf. Dort sind ein paar Musiker mehr mit ihren vielen eigenen Spuren beschäftigt,als auf den Gesamtsound zu achten.Dieses Verhalten geht ebenfalls zu Lasten des Keyboards. Selbst Vorurteile machen vor uns nicht halt. Keyboarder betreiben Effekthascherei,echter Rock´n´Roll braucht kein Keyboard.So die unglaublichen Aussagen vieler Nörgler.
Solche etwas antiquierten Menschen sterben wahrscheinlich niemals aus.
Trotz solcher Anfeindungen wissen Keyboarder um ihre Stärke!
Sind besondere Voraussetzungen nötig,um dieses Instrument zu bedienen?
1. Noten lesen können (man ist immer der einzige innerhalb der Band der das kann.)
2. Melodiebögen aus dem Ärmel schütteln.
3. Sich beim Auftritt schnell einen Platz auf der Bühne suchen.Sonst sind alle Plätze vergeben und den anderen fällt gar nicht auf das man fehlt. Aussagen von Mitmusikern in diese Richtung sind keine Seltenheit.
4. Auch bei noch solch unterirdischen Bühnensound,wobei man sich selbst überhaupt nicht hört, das Repertoire praktisch taub und ohne Fehler spielen können.
5. Im Studio auch mal eine Spur weniger spielen können.
6. Sich auch ohne übertriebene Keith Emerson Show-Effekte eine gewisse Fangemeinde zu erspielen.
7. Eine schnelle Auffassungsgabe(es ist nicht immer sofort klar was Mitmusiker von einem wollen).
8. Man sollte 61 Tasten auf einmal bedienen können(und nicht nur 4 oder 6 Saiten)
Was gibt es zum Equipment zu sagen
Wer in der heutigen Zeit noch mehr als 2 Keyboards spielt ist entweder ein Ignorant oder aber heißt Derek Sherinian oder Clive Nolan.
Wenn man jedoch Soundgelüste nach Moog,Hammond-Orgel oder Flügel hat,geht natürlich nichts über das Original. In diesem Fall darf man dann schon mehr Equipment haben.
Eine Keyboard-Anlage sollte also so aussehen:
Wie man sieht macht Erfolg sexy!
Zum Abschluß noch ein Keyboard-Rätsel bei dem es sensationelle Preise zu gewinnen gibt!
1. Welche Heavy-Metal-Band praktiziert Live die einzig wahre Bühnenaufstellung?
2. Welcher Song einer kanadischen Band hat angeblich gewisse Parallelen zum Kultsong ´Südseite´?
3. Wie heißt der einzige Keyboarder neben Keith Emerson ,der die Tokata rückwärts spielt, sich aber mindestens 10x dabei verspielt?
4. Bei wieviel Hertz schwingt ein A? Aber das weiß man, oder?
5. Welcher berühmte Hamburger Musiker stellte sich mit der Aussage ´Mit Keyboardern habe ich immer Pech, die sind nicht zuverlässig´ selbst ins Abseits?
Wenn Ihr meint alles zu wissen,einfach eine E-Mail mit den Antworten schicken.
Dann könnt Ihr als 1.Preis 1Karte für ein offizielles Filmriss-Konzert mit anschließender Übungsstunde ´Keyboard leichtgemacht´an einem Ort unserer Wahl gewinnen.
Der 2.Preis sind 2 Karten und 2 Übungsstunden.
Sollten mehr als 2 Leute teilnehmen gibt’s als 3.Preis noch einen 3-tägigen Crash-Kurs in die Welt des Keyboards und obendrauf noch den Besuch einer kompletten Filmriss-Tour.
Also viel Spaß beim Raten und viel Glück(ihr werdet es brauchen).
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