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Das Leidige Thema !
Welcher Musiker kennt es nicht, das leidige Thema mit seinen Bandkumpanen. Es gibt viele Dinge die immer wieder kommen und überall gleich sind. Hier “das leidige Thema” bei Filmriss:
Übersicht:
Episode 1 : Die Fahrgemeinschaft Episode 2 : Die persönliche Vorstellung Episode 3 : Die Materialschlacht Episode 4 : Die Proberaummiete Episode 5 : Verfall der Trinkkultur Episode 6 : Die Kommunikation Episode 7 : Das Lampenfieber Episode 8 : Der Auf-und Abbau Episode 9 : Bassistenträume Episode 10: 1200 WATT und kein Licht Episode 11: Radikale Kräfte Episode 12: Gitarristen wollen die Alleinherrschaft über die Komposition ! Episode 13: Ohne Worte
Episode 1: Die Fahrgemeinschaft
"Ich bin doch schon letzte Woche gefahren"
Die Fahrgemeinschaft an sich ist eine soziale Angelegenheit, wenn sie denn richtig praktiziert wird. Es werden Verkehrsspitzen ebenso wie der persönliche Wunsch nach Bier aufgefangen. Es ist alles genau festgelegt, jeder weiß wann er zu fahren hat. Natürlich wird auch mal der Wunsch geäußert, ob aus durchaus wichtigen Gründen mal mit dem Fahren getauscht werden kann. Kein Problem: Derjenige fährt dann eben die nächsten beiden Male. Problematisch wird es aber, wenn fadenscheinige Gründe für den Fahrtausch vorliegen. Da diese in der Regel aus Gründen der Freundschaft akzeptiert werden, ist der Manipulation Tür und Tor geöffnet. Sollte bei einer Fahrgemeinschaft einer wegen Krankheit ausfallen, ist logischerweise der andere mit Fahren an der Reihe. Brisant wird es dann aber, wenn der eingesprungene Fahrer sich nächste Woche mit der These rausredet: "Ich bin doch schon letzte Woche gefahren, Du bist dran."
Es können aber auch noch andere Probleme in einer Fahrgemeinschaft auftreten, die eigentlich nur besteht, um Bier zu trinken.Da man sich meistens nur 1x die Woche trifft, ist diese Zeit recht kostbar. Sollte jemand tatsächlich nach der Hälfte der Zeit keine Lust mehr haben, Musik zu machen, ist dies sehr seltsam. Der Grund liegt auf der Hand: Derjenige ist mit Fahren an der Reihe und darf dementsprechend kein Bier trinken. Wird die volle Zeit der Probe dann doch mal genutzt, wird danach sofort zum Aufbruch gedrängt. Das anschließende bandinterne Gelaber entfällt (vielleicht auch ganz gut so). Eine gutgemeinte Fahrgemeinschaft kann also ihre Tücken haben.
Episode 2: Die persönliche Vorstellung
"Übers Wochenende muß ich mir mal Gedanken machen"
Nachdem sich die Band nach 15 Jahren über eine neue Besetzung Gedanken machen mußte, wurde dieses sensationell schnell gelöst. Das neue Bandmitglied paßte nicht nur menschlich, sogar auch noch musikalisch zur Band. Auch seine beruflichen Fähigkeiten brachten der Band niemals für möglich gehaltene Möglichkeiten. Man bekam urplötzlich das Phänomen des Internets als Chance für den jetzt auch weltweiten Durchbruch Die allgemeinen Seiten der Band waren schnell fertig. Jetzt fehlte vielleicht noch etwas persönliches von jedem Bandmitglied. Diese Idee sollte sich für ganz wenige Bandmitglieder als Jahresarbeit entpuppen. Einige waren schnell fertig, andere warteten ab, von anderen kam nichts. Auf lockere Anfragen der restlichen Bandmitglieder, wann denn etwas vom letzten Mohikaner kommen würde, kam nur ein Schulterzucken und eine fast typische Antwort.
"Ich sehe, Ihr habt schon was vorgelegt. Ich glaube, übers Wochenende muß ich mir langsam mal Gedanken machen." Wie lange die Baustelle auf der persönlichen Seite noch besteht, kann wohl niemand beantworten.
Episode 3: Die Materialschlacht
“ Ich rüste nach”
Instrumente sind am Anfang für jede Schülerband ein nötiges aber sehr kostspieliges Übel. Man geht in den Ferien jobben, führt dabei niederste Tätigkeiten aus oder nötigt die Eltern und Verwandten zu Geldgeschenken bei Feierlichkeiten wie Konfirmation oder Abiturfeier. Stolz wie Oskar führt man das erworbene Instrument bei der nächstbesten Probe den Bandmitgliedern vor und wähnt sich auf Jahrhunderte hinaus im Vorteil. Doch Pustekuchen!!
Die anfangs die Unterlippe vorschiebenen Mitmusiker haben schon beim Anblick der neuesten Errungenschaft nur einen Gedanken: “ Ich rüste nach !!” Was der geneigte Leser vielleicht als pubertären Unfug abtut, setzt sich bei Musikern bis ins hohe Alter fort. Da macht man Frau oder Freundin nicht einzuhaltende Versprechungen ; da spricht man mit der Partnerin noch einmal den Haushaltsplan der nächsten Monate durch um eventuelle Einsparmöglichkeiten zu lokalisieren (“ Schatz, das Kleid ist wunderschön; einfach zeitlos; Urlaub?? Schatz, deine Nähe ist für mich Urlaub !!”), nur um das längst bestellte Instrument beim Höker um die Ecke endlich in Empfang nehmen zu können. Der Musiker an sich wird manisch angetrieben durch den Gedanken: “ Bei der nächste Probe werden sie mich endlich hören!”
... nur um dann hinter den vorgeschobenen Unterlippen der Mitmusiker zu vermuten:
Sie rüsten nach!!
Episode 4: Die Proberaummiete
“ Kannste mal nen Tausender wechseln !?”
Die kleine , orientierungslose Band aus dem Süden der großen Stadt im Norden arbeitete erst spät mit bargeldlosem Geldfluss; man hatte jahrelang einen ganz armen Tropf aus den eigenen Reihen auserkoren die Miete für den Proberaum einzusammeln um sie dann an den Vermieter zu überweisen. Jeden Monat bekam der bedauernswerte Trottel bei der Kollekte eben jenes Mietzinses den gleichen Spruch zu hören: “ Kannste mal nen Tausender wechseln ?”
Ob nun das unerschütterliche Vertrauen in den weltweiten Plattendeal, der ja seit 15 Jahren nur noch Formsache zu sein schien, dieses Rockstargehabe auslöste wurde nie geklärt. Vielmehr wurden die Nerven eben jenes bedauernswerten Trottels bis ins Unermessliche strapaziert als gewisse “Rockstars” geschlagene 4 Monate benötigten um einen Dauerauftag über die stolze Summe von DM 56,- einzurichten.
... Zumal eben jener dauerhafte Auftrag denn auch noch um 5 Mark zu kurz geriet!!!
... “ Kannste mal nen 51er wechseln !?”
Episode 5: Verfall der Trinkkultur
“ Bier kann ich nicht ab!”
Das waren noch Zeiten: Eine deutsche Band mit deutschen Texten trinkt ausnahmslos des Deutschen liebstes Getränk.
Fünf Kerle – fünf Buchstaben : ASTRA. Eine Band – ein Kasten. So sollte es sein ! Bis vor fünf Jahren stellte das erfrischende Blonde einen nicht unerheblichen Teil der Proberaumarchitektur dar; hatten die roten Bausteine , welche sich bis an die Decke des Proberaumes erstreckten ,doch einen Hauch vom “Turmbau zu Babel”.
Das gelegentliche Entsorgen des Turmes führte zu Nervenzusammenbrüchen des Getränkemarktinhabers einerseits sowie zu willkommenen (Pfand)erlösen andererseits.
Die einzigen beiden Umbesetzungen brachten die in sich gefestigte Bandstruktur zum Wanken; mehr noch:
DIE TRINKKULTUR WURDE MULTIKULTURELL !!
Der erste “Neue” setzte auf schlafhemmende , wenig-durst-löschende Heißgetränke, der zweite stellte die ganze Band mit seinem Statement” Bier kann ich nicht ab”! in Frage und lieferte den wenig erbaulichen Beweis auf der ersten gemeinsamen Gruppenausfahrt nach Düsseldorf gleich mit..
WAS BLIEB? Eigentlich nichts; lediglich drei Originalmitglieder , welche ihr Bestes tun um die einzige Geldquelle der Band , den Flaschenpfand , nicht versiegen zu lassen.
Episode 6: Die Kommunikation
“Der Paparazzi hat Lady Di ermordet”
Am 30.August 1997 spielten wir einen unserer legendären Gigs im Hamburger “KNUST” und in derselben Nacht kam – wie jeder weiß - Lady Di bei einer Verfolgungsjagd mit Paparazzis auf tragische Weise um Leben.
Man kann uns für vieles verantwortlich machen, aber dafür nun wirklich nicht!!
Während die Protagonisten des vergangenen Abends noch den verdienten Schlaf der Gerechten genossen ,war ein damals noch nicht zur Band gehöriger Musiker schon auf den Beinen um seiner Frau an deren Geburtstag das Frühstück ans Bett zu bringen. In der Küche lief das Radio und die Nachrichten waren entsprechend.
Nur mit einem Ohr hinhörend, ganz mit dem Frühstücksei beschäftigt, stürmte unser Held ins Schlafzimmer und überbrachte neben dem Ei auch noch die schockierende Nachricht: “ Schatz, der Paparazzi, dieser dicke Tenor, hat Lady Di umgebracht!!”
Wie soll bei solchen Fremdwortlegasthenikern eine vernünftige Bandkommunikation aufrechterhalten werden bzw. entstehen, zumal andere Kollegen – ebenfalls aus der Rhythmusabteilung – nicht wissen was ein Swingerclub ist und diesen in der Boxer- oder Jazzecke vermuten ??
...So redet man seit vielen Jahren aneinander vorbei.
Episode 7: Das Lampenfieber
“Nüchtern verspiel ich mich immer”
Nach all den Jahren haben sich die täglichen Dinge im Zusammenleben-/spiel der Band geregelt.
Es gilt Gewohnheitsrecht, Recht des Stärkeren oder gar das Gemeinschaftsrecht.
Nur ganz wenige Dinge gelten auch heute noch als heikel; so zB. die Frage: “Wer fährt den LKW nach dem Auftritt nach Hause?”
Eine Ansammlung von mittlerweile erwachsenen Menschen, welche es im Privatleben zu beruflicher Anerkennung, zum Eigenheim oder gar zu einer Familie gebracht haben, können immer noch leidenschaftlich darüber diskutieren wer eben den Chauffeur für die Instrumente spielt. Was heißt hier eigentlich diskutieren? Nicht selten wird irgendein gutmütiger Mitmensch unter abenteuerlichen Versprechungen wie : “Kriegst ne CD” oder “Bekommst Credits auf der nächsten Platte” dazu gebracht das Gefährt mit der teuren Fracht in Richtung Proberaum zu steuern.
Aber schließlich ist das Lampenfieber ja die Hochachtung vor dem Publikum und man möchte natürlich eben jenem eine möglichst fehlerfreie Leistung präsentieren.
Da Lampenfieber aber auch ein richtiger Hemmschuh auf dem Wege zum grottengenialen Konzert ist, scheint es völlig legitim eben jenes Fieber mit ein paar Bieren zu bekämpfen.
...Die Argumentation bekommt nur dann Risse, wenn eben jene Musikanten, welche o.g.These am vehementesten vertraten ,die einzig hörbaren “Kinken” in dem ach so grottengenialen Konzert fabrizieren...
Episode 8: Der Auf-und Abbau
“Ist da überhaupt ein Bass drin?”
Nach all den Jahren der Live-Abstinenz bekam die Deutschrock –Band aus dem Hamburger Süden mehrere Möglichkeiten geboten ,um sich Live zu präsentieren.
Diese wurden gerne wahrgenommen.
Natürlich gab es keine sogenannten “Roadies” um diese Ereignisse ins richtige Licht zu rücken.So wurde dieser Part also auch von der Band übernommen.
Der Aufbau war kein Problem,da der Biergenuß die Band noch nicht im Griff hatte.Da die Band noch nie einen aufwendigen Soundcheck brauchte ,war auch diesesThema schnell erledigt.Nach dem mehr oder weniger erfolgreichen Auftritt wurde frei nach dem Motto“Jeder baut sein eigenes Instrument nebst Zubehör ab” ans Werk gegangen.Die Folge waren Chaos oder gar Fassungslosigkeit über derart unmotivierte Mitmusiker. Einige gaben auf der verlassenen Bühne alles,wenige frönten anderen Gelüsten.
Nachdem es dann doch tatsächlich geschafft wurde alles abzubauen und in den LKW zu verladen, wurde von fast verloren geglaubten Musikern ,auf Ihren Gitarrenkoffern starrenden Mitdreißigern,o.g.Frage gestellt.
Natürlich war er drin!
Nach Endlos-Diskussionen wer denn nun im LKW zum Ü-Raum mitfährt,fanden sich 2 Mohikaner. Natürlich war auch diese Aktion nicht von Erfolg gekrönt. Beim Einräumen des Ü-Raumes wurde aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum der ein oder andere Verstärker fallengelassen. Was blieb war die Hoffnung ,daß der Verstärker nicht defekt ist. Natürlich war er es nicht.
Episode 9 Bassistenträume
“ Man könnte ja...”
Wer kennt sie nicht, die hunderte von Musikerwitzen, welche oftmals zu Lasten der Bassisten gehen. Die ruhigen, soliden Rhythmus-Teppichverleger stehen oft im Schatten der anderen Bandkollegen, vorallem der egomanischen, unsensiblen, spotlightgeilen Axtschwinger mit gerade mal zwei Saiten mehr auf dem Griffbrett. Die Träume und Visionen der Viersaiter kennen nur das Ziel aus eben diesem Schatten zu treten. Nur wie?
Eigene Songs anbieten? Werden doch vom Gitarristen sowieso mit einer abwertenden Handbewegung vom Tisch gefegt. Solo spielen ? Unmöglich, man möchte doch den Arbeitsplatz behalten...
Was bleibt also? Ehrlich gesagt, fast nichts!
Aber nur fast!!
Man könnte ja ...
...den Gitarristen an seiner empfindlichsten Stellen treffen und sich bei weitem lauteres Equipment kaufen.
Man könnte ja...
...mit Strahlen spielen...
Man könnte ja...
...mit Hilfe dieser Strahlen leichten Fußes in jede Ecke des Proberaumes oder der Bühne gelangen und dem immer in Angst vor Kabelfußangeln lebenden Saitenguru zumindest in punkto Athletik Paroli bieten...
Fest steht : Jeder Bassist, der während eines ca. halbstündigen Gitarrensolos scheinbar verzückt, mit geschlossenen Augen , seinen o.g.Teppich verlegt, lauscht nicht etwa den immer wieder kehrenden, selbstbeweihräuchernden Klängen des Axtaten; vielmehr träumt er in diesen Momenten von einem Satz wie:
“1200 Watt Bass Topteil mit 2 mal 4 10” Boxen!
Ein wenig mehr Bass und Kompressor reindrehen, den Mastervolumen auf “drei Uhr” und schon erhält man das letzte bißchen Druck, um dem Gitarrero mit seinem Koffer-Amp endlich das fette Grinsen aus dem Gesicht zu fegen!”
Am Ende eines solchen Traumes übernimmt dann das ewige Wimmern, Wiehern und Kreischen der ewig präsenten Gitarre oftmals die Rolle des Weckers und der Bassist an sich fügt sich wieder in sein freudloses Dasein nicht ohne allerdings mit dem lautlos gesprochenen Fluch von der Buhne zu gehen:
“Man könnte ja...”
Episode 10 1200 WATT und kein Licht oder Der Turm zu Babelfeld
Es begab sich zu einer Zeit, als die Musiker noch eine Sprache hatten und die Welt noch von süßen Melodien umschlungen war. In Babelfeld hatten vier Musiker sich zu einer Band zusammen geschlossen, um zu musizieren und den Herrn zu preisen. Wohlan, sprach ein seltsamer Mensch, der ständig zugegen war: Ich baue einen Turm, der bis in den Himmel reichen soll und laute tiefe Töne von sich gebe, auf das der Herr auf mich schaue und mich zum Musiker mache. Da fuhr der Herr hernieder, dass er sähe den Turm, den der Mensch dort baut. Und der Herr sprach: Siehe, es ist der Mensch, der sich ein Denkmal setzten will. Wohlauf lasst uns herniederfahren und ihm dieses viersaitige Instrument geben, sodass keiner des anderen Sprache und Melodie verstehe und das er ablassen müsse, Musiker zu werden.
( Frei nach 1. Moses 11, 1-9 )
Viel hilft viel! War es das, was Moses uns sagen wollte? Wollte er uns sagen das der mit dem Porsche immer alle Hasen kriegt ? Oder der mit dem größten Verstärker auch den größten ................ hat?
Vielmehr ist es doch so, das Größenwahn immer mit dem Leiden Anderer einhergeht. Sei es der Hörschaden der erlitten wird oder die Last die bei einem Gig den Rücken der Bandmitglieder biegt. Oder das flackernde Licht im Übungsraum bei jedem Anschlag, das unsere Augen schädigt.
Aber vielleicht ist das der Preis den man zahlen muss, wenn man seine Kompositionen auch im niederfrequenten Bereich abrunden möchte?
Episode 11 Radikale Kräfte
“Mir san a demokratische Band”
Da alle Bandmitglieder in einer einigermaßen funktionierenden westlichen Demokratie geboren wurden und aufgewachsen sind, erfolgt die Entscheidungsfindung zumeist per Abstimmung.
Man muß sich das wie in jedem Parlament dieser Welt vorstellen:
Es gibt radikale und gemäßigte Gruppierungen.
Eine kleine aber sehr radikale Partei im FILMRISS-Parlament ist die AM-Partei (Auftrittsmuffel).
Sie lehnt jegliche Art von öffentlichen Konzerten grundsätzlich ab.
Etwas größer aber ähnlich radikal ist die Partei der AGS (Auftrittsgeile Schwuchteln).
Diese Partei würde auch auf dem Dach eines Dixie-Klos oder in einer Telefonzelle öffentlich musizieren wollen.
Die bürgerliche Mitte (Kein Streit Partei) hingegen dient – bei Abstimmung - als Mehrheitsbeschaffer.
Sie hört sich die Argumente der radikalen Spinner an, wägt ab und sorgt dann für die Entscheidung bei der folgenden Abstimmung.
Dieses gut funktionierende Drei-Parteien- Parlament ist also der Garant dafür das FILMRISS nicht nur einmal im Jahr auf der selbstgebauten Bühne stehen aber auch eben nicht auf jedem Kindergeburtstag oder gar Krankenhausfest penetrieren!
Episode 12
Gitarristen wollen die Alleinherrschaft über die Komposition ! Oder Wenn Bassisten mal einen Vorschlag für einen neuen Song machen !
Da möchte man mal einen Beitrag bzw. nur eine Idee vortragen, um einen neuen Song in gemeinsamer Arbeit entstehen zu lassen, aber genau in diesem Moment muß jemand sein Effektgerät nach neuen Effekten durchsuchen.
Nicht dass dieser welcher dieses Effektgerät schon seit mindestens 8 Jahren besitzt.
Nicht dass dies so laut ist, daß man irgendwie den eigenen Faden zu seiner Idee verliert.
Nicht dass alle so von diesem Durcheinander genervt sind und keinen Bock mehr auf den neuen Vorschlag haben.
Nicht dass die Idee dadurch von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.
Nein!
Es ist doch immer sehr spannend, in “langweiligen Momenten” mal nach neuen Sounds zu suchen.
Unterstrichen wird dies dann auch noch durch die Aussage des Störenfrieds:
“Ich will ja nichts boykottieren, aber es ist ja wichtig, auch mal andere Sounds zu verwenden. Immer das gleiche ist ja auch langweilig !”
Komisch ... bei den Proben danach spricht keine Sau mehr von der Idee.
Was lernen wir daraus ???
Die Idee war einfach zu beschissen !
Episode 13 Ohne Worte
„Warum bist DU bei mir?
ICH bin doch bei Dir!“
Über die Tücken einer Fahrgemeinschaft ist in diesem Medium bereits geschrieben worden.
Der geneigte Leser wird – vertrauend auf das fortschreitende Alter der Teilnehmer – dieses Problem als Jugendsünde abtun und eine Lösung in Sicht wähnen.
Mitnichten!!
Während die 2er Fahrgemeinschaft pünktlich um 19 Uhr im Proberaum wartet tun sich die 3 verbleibenden Herren zusehends schwerer eben diesen Raum zu erreichen.
Das konsequente Ignorieren aller technischen Errungenschaften der modernen Welt im Vorwege dieser bahnbrechenden Expedition von ca. 25 Km führt oftmals dazu das der eine den anderen bei eben jenem zu hause vermutet, dieser allerdings genau das Gegenteil denkt., was im Klartext bedeutet:
Ein Auto steht in Maschen während das andere samt Fahrer in Hollenstedt auf den jeweiligen Gegenpart wartet.
Alles klar?
Offensichtlich nicht!!!
Die nun eilig benutzten mobilen Telefone klären dann zwar die verzwickte Lage, können aber den 19 Uhr-Termin auch nicht mehr retten.
Jedenfalls ist das anfängliche Grinsen der im Proberaum wartenden Mitmusiker mittlerweile blankem Entsetzen gewichen...
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