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Filmriss, ! Die Kultband der Orientierungslosen

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Die Schlagzeugerseite


Viele junge Leute fragen sich, wie man zum Schlagzeuger werden kann. Speziell heranwachsende junge Männer würden bei der Gründung der Schulband natürlich immer Sänger oder Gitarristen werden wollen .Weil man selbst in ganz jungen Jahren schon weiß das man von den Hühnern angehimmelt wird, wenn man eine Axt oder ein Mikro halbwegs unfallfrei halten kann. Oder – wenn schon nicht Gitarre und Gesang – dann wenigstens Keyboard. Schließlich lassen sich junge Damen auch sehr gerne von einer zart gespielten Piano Weise betören. Lediglich die Existenz von Bassisten verschont den Schlagzeuger davon “das Letzte” zu sein. Erster Merksatz also:

Den Vorletzten beißen die Hunde!!

Auf der folgenden Seite soll nun anhand von Fragen versucht werden zu ergründen, warum man sich sitzend auf der Bühne bewegt – was oftmals zu totaler Ignoranz von Seiten des Publikum führt - , warum man immer die Schuld für schadhafte Breaks und Tempowechsel zugewiesen bekommt, warum man einfach das Vorletzte ist und trotzdem noch Spaß an dieser Lebenstortur hat, welche Voraussetzungen ein Schlagzeuger benötigt, wie er charakterlich beschaffen ist usw. Also:

Welche schulische Vorbildung ist erforderlich?

Fast keine. Der Zahlenraum von 1-20 sollte sicher beherrscht werden, denn keine Band spielt einen Part mehr als zwanzig mal hintereinander. Dazu kommt Grundwissen in der Bruchrechnung, wo es aber nur um glatte Brüche bis 16tel geht. Alles andere erledigt der Computer und wer ungerade Brüche/Takte spielt ist sowieso ein Spinner. Hinzu kommen einige wenige englische Vokabeln, welche die verschiedenen Trommeln benennen. Sollte man wissen das “Hi-Hat” “hoher Hut” heißt, so reicht das völlig aus.

MusikerseiteDrums001Zweiter Merksatz also:

Der gebildete Schlagzeuger könnte einen ABC-Schützen in die Tasche stecken. Knapp!

Sind Schlagzeuger einfache Menschen?

Definitiv ja!! Wer in seinem Leben nie weiter als bis 16 zählen mußte verliert schnell den Blick für den komplizierten Lauf der Welt. Während Gitarristen, Keyboarder und Sänger die Künstler der Band sind ,bleibt für Bassisten und Schlagzeuger der handwerkliche Part. Ein Schlagzeuger könnte niemals ein Soloalbum aufnehmen; noch nicht einmal unplugged. Er bräuchte immer Gastmusiker. Der Sänger können a-capella -, die anderen beiden Künstler nur mit ihrem Instrument solieren. Klingt zwar auch reichlich bescheuert, ist den Künstlern aber nicht auszureden. Schlagzeuger zeichnen sich ferner durch eine angenehme aber extrem einfache Art der Hallo-ich-bin-Schlagzeuger-wie-heißt-Du-möchtest-Du-was-trinken?-Kommunikation aus!

Dritter Merksatz also:   Schlagzeuger sind exzessive Handwerker!MusikerseiteDrums003

 


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Haben Schlagzeuger besseren Sex als die Mitmusiker ?

Jein!! Ein Schlagzeuger kann seine Gliedmaßen unabhängiger von einander bewegen als alle anderen Musiker. Dadurch ist er in der Lage mehrere Stellungen gleichzeitig zu probieren. Dies wiederum überfordert oftmals den Partner, da es 1. Nur wenige Schlagzeugerinnen gibt und 2. Der Partner sich oftmals nur auf eine Stellung zur Zeit konzentrieren möchte.

Erschwerend kommt hinzu , daß ein tougher “Beat” ohne Steigerung und Temposchwankungen zwar im Studio sowohl Producer als auch Bandkumpels begeistern kann aber nicht unbedingt den jeweiligen Partner, der sich vielleicht gern eine Temposteigerung gerade zum Ende hin gewünscht hätte. Allgemein ist die Geschwindigkeit ein Problem, denn Schlagzeuger spielen gerne schnell und sind dadurch schnell mit einem “Stück” fertig. Schaut der glückliche Schlagzeuger dann der Partnerin in die Augen, erntet er selten einen schmachtenden ”Oh, warst Du gut”-Blick, was ihn oftmals kopflos werden läßt.

Vierter Merksatz also:

Schlagzeuger überfordern und langweilen den Partner beim
Sex zugleich!!!

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Sind Schlagzeuger streitsüchtig?

Überhaupt nicht!! Im Gegenteil: Sie schlichten zwischen den Mimosen an Gitarre und Gesang sowie Keyboard, sie schlichten zwischen Bassisten und ihrer Funkanlage, sie schlichten und schlichten und manchmal auch dort wo es überhaupt nichts zu schlichten gibt. Sie sind eben schlicht. Schlagzeuger wollen keinen Streit. Sie sind ausgeprägte Mannschaftsspieler, gerade weil sie ohne andere Menschen nicht durch dieses Leben finden würden und doch sind sie oft ohne jede Bindung, was vielleicht daran liegen kann, das sie als einziges Bandmitglied nicht durch Kabel oder dergleichen an ihr Instrument oder an einen Verstärker gebunden sind. Drummer können eben nicht zwischen ihrem Instrument und dem wahren Leben unterscheiden!!

Fünfter Merksatz also:

Wenn Drummer jemandem weh tun, dann nur ganz unbewußt und ohne Vorsatz!!

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Unterliegen Schlagzeuger Temposchwankungen ?

Ein Märchen!!! Diese Impertinenz der Künstler treibt selbst den friedliebendsten Schlagzeuger auf die Palme. Eine reine Schutzbehauptung aller Tasten-,Saiten und Mikrofonschwuchteln!!! Dieses Vorurteil ist nur entstanden weil Schlagzeuger einfach zu friedfertig, harmoniebedürftig und natürlich zu doof sind. Sie wehren sich nicht gegen dieses Vorurteil, welches – für mich – an Rassismus grenzt! Genauso verhält es sich mit der Mär Schlagzeuger seien schuld wenn Breaks oder andere Übergänge nicht klappen. Man halte sich mal vor Augen: Sollen alle Bandmitglieder gemeinsam ein Break spielen haben die Saiten- und Tastenspieler auf ihrem Griffbrett -bzw. ihrer Klaviatur den Finger nur um Nanomillimeter nach links oder rechts zu bewegen; der Schlagzeuger muß –in der gleichen Zeit- von einer Trommel zu anderen hetzen und hat dabei auch noch die schweren Holzklöppel zu bewegen. Ein Vielfaches an Leistung!!! Genau so ein Ammenmärchen ist das Schlagzeuger keine Noten können! Völliger Quatsch! Ihr Problem ist nur das sie für jede zu spielende Note sich nicht der internationalen Tonleitern bedienen können, sondern für jeden Ton ihr Schlagzeug aufmalen müssen um dann einzuzeichnen wann welche Trommel zu bedienen ist. Das dauert –zugegeben- etwas länger. Aber Ungerechtigkeit ist der Welt Lohn!!

Sechster Merksatz also:

Manchmal ist der Schlagzeuger auch der Bassist.!!


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Verändern sich Schlagzeuger im Laufe ihres Lebens?

Hier gibt es wiederum ein Jein! Auf der einen Seite wird ein Schlagzeuger hinter seinem Kit mit 16 genauso agieren wie mit 60: Immer voll konzentriert, immer den Hi-Hat im Blick, immer die typische Überkreuzhaltung der beiden Arme. Er wird auch immer sehr ernst in die Welt blicken, weil eben die Bruchrechnung, das Zählen bis (höchstens)20 und das Auseinanderhalten der verschiedenen Trommeln ihn mehr als fordern. Hier ist er auf dem Stand des ABC-Schützen stehengebleiben.

Nur rein physiognomisch (und mehr als sein Gesicht erkennt der geneigte Betrachter hinter der Batterie aus Trommeln und Becken nach wie vor nicht) tut sich im Laufe der Jahre natürlich etwas. Irgendwann nimmt das Gesicht die Gestalt der eigenen Trommeln nach einer 90 Tage Tournee an. Es schlägt hohe Wellen. Will sagen: Felle und Gesichtshaut falten sich unter der Last des Lebens als Vorletzter.

Siebter Merksatz also:

Schlagzeuger sind der lebende Beweis für den Ausspruch ”Das Kind im Manne”. Außen Mann, innen Kind!

Nehmt für diese These die folgenden Beweise:

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